So einfach

Wenn man heute durch die Welt geht und irgendwo mal auf der Strasse eine alte Schulkollegin/einen alten Schulkollegen aus schon beinahe vergessenen Zeiten wieder trifft, einigt man sich schnell, wieder einmal etwas zusammen zu unternehmen.

Früher hätte man noch die Festnetznummern ausgetauscht und sich so zu einem späteren abgemachten Zeitpunkt getroffen oder man hätte direkt die Agenda rausgenommen und einen für beide passenden Termin ausfindig gemacht.

Heute gibt es so viele Möglichkeiten sich auszutauschen. Sogar ich mit meiner Homepage benötige auch einen digitalen Weg um meine Gedanken preiszugeben. Jedoch, so nehme ich an, werden meine Gedankengänge nicht von vielen Personen entdeckt. Dies jedoch nur als kleiner Exkurs. Zurück zum Thema. Heute fragt man nach den Koordinaten der Person und versucht diese via Facebook, Linked-In oder Xing zu erreichen. Ein Termin wird über Doodle fixiert und nach dem Mehrheitsprinzip wird das Datum ausgemacht.

So einfach funktioniert die digitale Welt. Jedoch hat dies auch einen Hacken. Man gibt sich nicht mal Mühe mehr, etwas über den anderen in einem persönlichen Gespräch zu erfahren. Heute sucht man Infos zuerst über Google. Ich geb‘s ja zu, ich mache das auch. Dies ist ja kein Vorwurf an all die anderen, denn ich bin auch ein Teil dieser Gesellschaft.

Jedoch sollte man bei sozialen Netzwerken auch immer aufpassen, welche Daten man von sich freigibt. Denn diese Daten stehen ungeschützt im Netz und stehen auch allen zur Verfügung. Ob das Foto mit einem Joint unbedingt hochgeladen werden sollte, müsste man sich vor einer Bewerbung überlegen, denn auch das HR (die Personalabteilungen) sind ganz heiss auf Facebook und Co.

In diesem Sinne wünsche ich einen angenehmen Start in die neue Woche. Und vielleicht liesst du ja auch nächste Woche meine Gedanken, welche ich meistens in Zug zwischen Salgesch und Ostermundigen erfasse und weitergebe.

Schlimmer geht’s immer

Gestern war wieder einmal einer dieser Tage, die man am besten schnell vergessen würde. Angefangen hat‘s mit der Sendung „Der Club“ auf SRF. Die Sendung begann um 22 Uhr 20 und es ging um den Finanzplatz Schweiz.

In der Diskussion wurde der schwarze Peter von einem zum anderen geschoben. Von der UBS zur FINMA zum Bundesrat und zur Politik. Jedoch fand ich es sehr interessant wie schnell Worte auf die goldene Waage gelegt werden und je nachdem einen beschuldigende Wirkung hat anstelle einer informativen Wirkung.

Marcel Rohner (CEO der UBS) und Jean-Pierre Roth gefielen mir am besten, da sie nicht mit Emotionen an die Sache gingen, sondern mit dem nötigen Background und Know-how. Somit wurde Simonetta Sommaruga relativ häufig ausgebremst.

Meiner Meinung nach geht es hier um mehr als nur um ein Bankproblem. Ich denke, dass ganze ist aufgrund der langsam mahlenden Mühlen des Bundes entstanden. Hätten diese besser (schneller) gemahlen, dann wäre es nicht nötig gewesen dem Druck der USA nachzugeben.

Des Weiteren wurde das Bankgeheimnis nicht aufgehoben. Denn das Bankgeheimnis schützt keine Steuerbetrüger. Ich schätze, dass die Privatsphäre des Bankkunden zu schützen. Dies sollte so sein, so lange man sich im legalen Bereich befindet.

Valentins Wochenende

Der Valentinstag ist der Tag der Liebenden. Drum umso schöner, wenn es auch noch nach einigen Jahren der Ehe immer noch so harmonisch hergeht, wie bei meinen Eltern (siehe Bild).

Auch als Single, genoss ich den Tag der Liebenden mit Sonnenschein im Wallis. Der Tag danach (heute), war sogar noch um einiges schöner. Denn alles fing mit einem stahlblauen Himmel an. Jedoch war diese schöne Kulisse nur für kurze Zeit.

Denn um 10 Uhr hiess es antreten in der Küche. Das Valentinsmenü musste vorbereitet werden. Viele frische Zutaten, scharfe Messer und ein wenig Geduld brauchten wir, bis das Menü fertig war.

Als ersten Gang, gab es einen frischen Eisbergsalat mit hausgemachten Croutons und selbst gemachten Jogurtdressing. Im Anschluss gab es dann ein Geflügelflügel (mit spezieller Marinade) Tomatenrisotto und sehr schön zubereitetes Gemüsebouquet aus Zuchetti und drei farbigen Peperoni. Dieser Gang wurde noch mit einer guten Flasche Wein begleitet. Zum Abschluss gab es Vanilleeis mit Waldbeeren aus der Schweiz.

Nach diesem SUPER Essen, gingen wir spazieren. Dies bot sich gerade so gut an, um eineinhalb Stunden Sonne zu tanken.

Apropos, Merci Mama und Papa, Congratulations to Leo und Merci Anick, dass sus doch no gässu hesch 🙂

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche.

Das war wohl nix!

So, nun ist die Luft draussen. Oder als Revisor würde man besser sagen, die Zahlen fürs vergangene Quartal sind publiziert. Und es kam alles anders als in meinem Beitrag vom 2. Februar 2009.

Die UBS meldet 8.1 Milliarden Verlust fürs 4. Quartal und die CS meldet 8.2 Milliarden Verlust. Wow, sag ich da nur! So viel Geld ist nur im 4. Quartal verpufft. So schnell wie es die einen im Private Banking eingenommen haben, haben die anderen an der Investment Front den Gewinn wiederum vernichtet.

Das bringt mich wieder einmal dahin, dass ich mir überlege, warum gehen diese Banker immer so hohe Risiken ein. Da wird mir wiederum klar, dass das Risiko das man eingeht sehr individuell und auch wenn‘s irgendwo niedergeschrieben ist sehr flexibel ist.

Kleines Beispiel hierzu: Wenn das Risiko unendlich gross ist, ist der Gewinn (Zins) riesig (unendlich gross) jedoch sollte dann die Eintrittswahrscheinlichkeit auch gering sein. Sprich, wenn ich durch ein System, welches Anreize setzt, beinahe gezwungen bin (homo oeconomicus) hohe Zinsen und Gewinne einzufahren, werde ich vielleicht mit der Zeit fahrlässig und gehe immer hohe Risiken ein, mit der Begründung, dass das negative Ereignis (Eintrittswahrscheinlichkeit = 1) ist, selten bis nie eingetroffen ist.

Den Rest überlasse ich den Finanzmathematikern. Diese finden sicherlich auch den kleinen Gedankenfehler in diesem Blog 🙂

Wieder mal was los?!

Wie jeder Auditor-/Revisor weiss, gibt es im Januar bis im März einiges zu tun. Neben der Wirtschafts-/Finanzkrise, die nebenbei schon 1 Jahr andauert, geht es darum im Bankensektor, wie auch im Industriesektor, den Jahresabschluss zu erstellen.

Wichtig hierbei ist, dass man als Revisor gegen das so genannte Windowdressing vorgeht. Windowdressing bedeutet, dass die Bilanz und Erfolgsrechnung beschönigt werden. Jeder Aktionär oder Inhaber hat das Recht auf Informationen die nahe an der Wirklichkeit sind.

Am 10. Februar 2009 wird die UBS ihre Quartalsabschluss 2008 präsentieren. Einen Tag später wird die CS ihre Zahlen auf den Tisch legen. Ich persönlich weiss natürlich nicht, was diese Tage los sein wird. Jedoch weiss ich, dass an der Börse was gehen wird.

Ich selber als Aktionär hoffe natürlich, dass die Kurse hoch bleiben (oder nicht tiefer fallen) und eine Verstaatlichung ausbleibt. Denn falls zweites eintreffen würde, wäre ich mein investiertes Geld los. Denn bei einem solchen Ereignis geht der Aktionär leer aus.

Abgesehen, dass ich Woche 3 und 4 dieses Jahres über 20 Überstunden machte, bin ich froh, ist der erste Kunde zufrieden gestellt und der andere Kunde wartet erwartungsfreudig auf seinen Abschluss. Somit wird es wieder mal wenig mit schlafen, gesund essen und feiern. Aber das stört mich persönlich nicht einmal, denn ich freue mich schon auf die Zeit danach, wo es die diversen Team Events, Kundenanlässe und Ferien gibt.

In diesem Sinne: „Thank God it‘s Friday!“ 🙂