Entlassung aus der Armee

Endlich ist es so weit. Nach 592 geleisteten Diensttagen ist es für mich an der Zeit, der besten Armee der Welt nicht mehr im Weg zu stehen.

Der Brief traf im Januar 2017 ein. Zuerst gratulierte mir die Gemeinde Belp für die geleisteten Diensttage, anschliessend meldete sich der Kanton Bern ebenfalls mit einem Dankesschreiben und zum Schluss kam der Bund, welcher mir vorerst zur Entlassung aus der Armee gratuliert hat.

In Bern findet extra für Offiziere eine Entlassungsfeier statt. Ich wurde dafür vom Kanton Bern eingeladen. Alle Offiziere wurden ehrenvoll von den Bernder Dragoner empfangen und anschliessend ging es feierlich weiter. Neben der Nationalhymne und nach einigen Ansprachen war es so weit. Man durfte seinen Ehrensold (Symbolisch mit einem 5 CHF bestückt) auf der Bühne und mit einigen Dankesworten des kantonalen Vertreters entgegennehmen. Danach ging es ans 5* Stehapéro riche mit entsprechend guten Weinen und einem Kaffee.

Es war schön mit einigen Kameraden den Festschmaus zu geniessen und über die guten alten Zeiten zu schwärmen. An dieser Stelle nochmals ein grosses Dankeschön an den Kanton und die Wertschätzung die wir erfahren durften.

Moderator bei der Armee

Heute ist der Tag, an dem ich nach Spiez fahre um dort einen 4-tägigen Kurs zum Moderator zu absolvieren. Ja, ich bin nun Moderator bei der Schweizer Armee. Ich habe die Ehre und die Pflicht, die „neuen“ Stellungspflichtigen zu informieren.

Nun, ich informiere nicht nur über die Armee, sondern auch über den Zivilschutz, Feuerwehr und informiere auch diejenigen, die untauglich sind. Es ist eine sehr offene Informationsveranstaltung.
Ich werde meistens für den Orientierungstag in Brig aufgeboten. Hier werden die neuen Stellungspflichtigen schon früh am Morgen erwartet. Nach einem spannenden Intro wird die noch etwas müde Masse bewegt und in Gruppen eingeteilt. Es gibt in Brig meistens 4 Gruppen pro Tag und das während 2 Wochen.

In meiner Gruppe bestimme ich immer eine Person, die für die Pausen-Erinnerung verantwortlich ist und eine zweite Person, die darauf aufpasst, dass die erste Person nicht einschläft. Anschliessend wird das obligatorische Programm „geschossen“. Danach bleibt immer etwas Zeit übrig, um mit den Gruppen etwas zu machen.
Bei mir haben sie dann während 5 Minuten Zeit, eine Frage zum Gehörten zu stellen oder auch Fragen beantwortet zu kriegen, die sie noch nie so offen beantwortet erhalten haben. Jedoch sind es meistens einfache Fragen wie z.B.:

  • Darf man mit Bart in die Armee?
  • Darf man mit langen Haaren in die Armee?
  • Wird man als Koch immer Koch?
  • 
Darf die Freundin mich besuchen kommen?

Ich verrate euch nicht allzu viel. Kommt vorbei, der Orientierungstag im Oberwallis hat für jeden etwas dabei.
Hier gelangst du noch zum Video der RZ-Oberwallis.